Diabetes

Swiss Diabetes

15 April
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Diabetes und die Gesellschaft

Diabetes gehört zu den endokrinen Erkrankungen. Von keiner anderen Hormonstörung oder -fehlfunktion sind so viele Patienten betroffen. Etwa acht Prozent der Bevölkerung wissen von ihrer Erkrankung, von weiteren acht Prozent wird vermutet, dass sie bisher unentdeckt an Diabetes leiden. Dabei spielt es keine Rolle ob Typ 1 oder Typ 2 Diabetes, beide Formen verzeichnen steigende Patientenzahlen. Dennoch ist der Typ 2 Diabetes, also die Form bei der die Ursache der Erkrankung in einer Insulinresistenz oder einem Insulinmangel liegt, die wesentlich bedeutendere. Über 80% der Diabetiker zählen zu dieser Gruppe.
Die Hauptursache, sowohl für die steigende Zahl der Erkrankungen, als auch die Häufigkeit der Typ 2 Diabetes-Fälle dürfte wohl in der ebenso rasant steigenden Zahl der zum Teil sogar stark übergewichtigen Erwachsenen, aber auch Kinder, liegen.

In diesem Fall ist der Diabetes als Folgeerkrankung der Adipositas zu sehen und würde bei einer Gewichtsreduzierung wohl bald schon kein Problem mehr darstellen.

Doch obwohl Diabetes absolut keine seltene Erkrankung ist, weiss ein Grossteil der Bevölkerung kaum etwas darüber. Dass zwei verschiedene Typen unterschieden werden und dass Diabetiker meist täglich ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren müssen, teilweise sogar entsprechend Insulin spritzen müssen, diese Fakten sind noch allgemein bekannt.

Aber welche Dinge es für Diabetiker konkret bei der Ernährung zu beachten gibt, darüber sind viel zu häufig sogar die Diabetiker selbst nur unzureichend informiert.

In der Regel geht man davon aus, dass eine Krankheitsgerechte Ernährungsweise sowohl kompliziert, als auch sehr asketisch ist und man als Diabetiker somit beispielsweise auf Feiern grundsätzlich ein Aussenseiter ist. Auf viel Unverständnis stiess deshalb wohl auch die Nachricht, dass Lebensmittel die laut ihrem Ettikett speziell für Diabetiker geeignet sind, künftig verboten werden sollen.

Vor allem für Diabetes erkrankte Kinder kann dieses Unwissen und fehlende Verständnis fatale Folgen haben.

Entweder werden sie soweit isoliert und von Gleichaltrigen gemieden, weil man mit ihnen ja scheinbar eh keinen Spass haben kann, dass die fehlenden sozialen Konatkte ihrer gesamten Entwicklung schaden, oder sie halten sich nicht an die Vorgaben für eine Diabetes gerechte Ernährung, was wiederum ihren Krankheitszustand nur verschlimmert.

Liegt die Ursache für die Diabetes Erkrankung in einer Adipositas begründet, müssen die Kinder, aber nicht selten auch noch die Erwachsenen, ohnehin tagtäglich mit Vorurteilen und Ausgrenzungen wegen ihrer Gewichtsprobleme kämpfen.

Vor allem im Teenageralter ist der Druck ein möglichst perfektes Äusseres zu haben teilweise enorm hoch, Adipöse sowie Diabetiker gelten als masslos und undiszipliniert. Diabetiker tragen nur die Konsequenzen des typischen Ernährungsverhaltend von vielen, werden aber trotzdem ausgegrenzt.

 
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