Diabetes

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01 April
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Ernährung bei Diabetes mellitus

Unter dem Begriff Diabetes mellitus wird eine Gruppe von Stoffwechselkrankheiten zusammengefasst, deren Hauptsymptom eine Überzuckerung des Blutes ist. Die Krankheit Diabetes tritt in verschiedenen Typen auf, hauptsächlich wird unterschieden zwischen Diabetes-Typ 1 und Typ-2.
Typ-1-Diabetikern wurde in der Vergangenheit eine genauestens geregelte, am Verbot von Zucker und abgezählten Broteinheiten orientierte Diät verordnet. Die Ernährungsindustrie hat darauf reagiert und eine Fülle von Spezialprodukten mit Zuckeraustauschstoffen auf den Markt gebracht.

Spezielle Diabetiker-Lebensmittel füllen die Regale der Supermärkte und Reformhäuser. Aus heutiger medizinischer und diabetologischer Sicht sind diese Sondernahrungsmittel weder notwendig noch brauchen sie bevorzugt eingekauft werden.

Sämtliche Massnahmen, ob Medikation oder Ernährungstherapie, verfolgen das Ziel einer Senkung des Blutzuckerspiegels, optimaler Blutfettwerte, normalen Blutdrucks und gesunden Körpergewichts. Durch die Beachtung verschiedener Ernährungsregeln lassen sich diese Werte positiv beeinflussen.

Die für Diabetiker empfohlene Kost entspricht in den Grundzügen einer ausgewogenen und vollwertigen Ernährung, wie sie von der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) für jeden gesunden Erwachsenen empfohlen wird. Die speziellen Diabetiker-Nahrungsmittel bieten gemäss den Fachgesellschaften keinen wirklichen Vorteil.

Im Gegenteil: Solche Produkte können hohe Mengen an Fett enthalten, was sich kontraproduktiv auswirkt, denn eine höhere Energieaufnahme bewirkt einen Anstieg des Körpergewichts. Zudem sind diese Diabetikerprodukte gegenüber herkömmlichen Lebensmitteln teurer. Selbst die Aufnahme von Zucker wird heute nicht mehr verboten, ein Umstieg auf „Süssstoff“ ist nicht angezeigt.

Allerdings muss die Zuckermenge auf 50 g freien Zucker bei maximal 10 En % beschränkt werden.

Ernährungstipps können nur eine ungefähre Leitlinie darstellen, denn es ist sehr wichtig, dass jeder Diabetiker kompetent und individuell geschult und der Ernährungsplan auf die jeweilige Medikation abgestimmt wird.
Die DGE empfiehlt, reichlich ballaststoff- und vitaminreiche Lebensmittel zu verzehren.

Obst, Gemüse, Salat, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte gehören täglich auf den Speiseplan. Pro Woche sollten zwei bis drei Portionen -bevorzugt fetter- Fisch gegessen werden. Fette Wurst- und Käsesorten, sowie Schokolade, Kuchen und Gebäck sollten Sie vom Menü streichen.

Fettarmen Milchprodukten sollten Sie den Vorzug geben und statt fester tierischer Fette lieber Pflanzenöle mit einfach ungesättigten Fettsäuren verwenden.
Begrenzen Sie ferner die Kochsalzmenge und trinken Sie Alkohol nur in Maßen.
Eine moderate Alkoholaufnahme (10g/Tag bei Frauen und bis zu 20 g/Tag bei Männern) ist akzeptabel. 20 g Alkohol entsprechen in etwa einem halben Liter Bier oder 2 Gläsern trockenem Wein a 0,1 l.

Vermeiden Sie es, Alkohol direkt nach dem Sport oder anderer körperlicher Aktivität zu trinken. Es besteht die Gefahr einer Unterzuckerung.
Auf Liköre oder Süssweine sollte auf jeden Fall verzichtet werden, denn sie erhöhen aufgrund des hohen Zuckergehalts recht schnell den Blutglucosespiegel.

Alkoholfreies Bier sollte nicht verzehrt werden, da in diesem mehr Maltose enthalten ist als in normalem Bier. Auch Diätbier ist nicht geeignet. Das Risiko der Unterzuckerung ist beim Diätbier erhöht.

Der Maltosegehalt im Diätbier ist zwar reduziert, nicht jedoch der Alkoholgehalt. Alkoholabbau hemmt die Gluconeogenese ( = ein Stoffwechselweg zur Neusynthese von Glucose) in der Leber. Dadurch steigt das Risiko einer Unterzuckerung (Hypoglykämie).

 
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